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Wappensymbole

aufgeschlüsselt von Manfred Reinnarth und Peter Lönnendonker  

 

Grundsätzliches:  

Wappen rühren von der Schildfarbe der alten Rittergeschlechter her. Die Kennzeichnung war notwendig, um im Schlachtgetümmel Freund und Feind auseinanderhalten zu können. Ursprünglich reichten einfarbige Schilde. Als weitere Unterscheidungsmerkmale Notwendig wurden, nutzten die Kämpfer Teilungen der Schildfläche in Hälften oder Viertel, dann Balken (Schräger) und Winkel. Schließlich kamen Kreuze und andere Symbole hinzu. Sehr alt sind Tierzeichen. Die Wissenschaft von den Wappen (oder Wappenkunde) wird in der Fachsprache Heraldik genannt. Sie richtet sich nach bestimmten Regeln. So dürfen zum Beispiel nicht Farben beliebig gewählt werden. Grundsätzlich hat eine Farbe an ein Metall zu stoßen, die einzig legitime Ausnahme ist das Wappen des Papstes, der Gold und Silber im Schilde führt. Als Metalle gelten: Gelb ist Gold, Weiß ist Silber. Schwarz ist weder Farbe noch Metall.
Von der eigentlichen Schildkennzeichnung entwickelten sich die Wappen zu Familienwappen, waren zunächst aber ausschließlich dem Adel vorbehalten. Erst viel später gaben sich Orte und Bürgerliche Wappen. Heute ist es schick, sich ein Familienwappen zu geben. Peinliche Fehldeutungen von Namen und Regelwidrige Symbol- und Farbgebungen nehmen diesen Wappen jedoch oft die Wirkung.

Wappensymbole:  
Adler
Balken
Buch
Gebäude
Glocke
Handwerkszeichen
Kreuz
Krone
Löwe
Pflanzen
Rad
Raute
Schindeln
Schlüssel
Waffen
Winkel
Zepter

Sollten Sie ein Symbol nicht finden, durchsuchen Sie bitte zunächst mit Ihrem Browser diese Seite. Vielleicht entdecken Sie das Symbol in einer Rubrik, die sie nicht vermutet haben. Ansonsten sind wir gerne für Tipps dankbar und nehmen alle Wappen, die die Eifel betreffen, auf.

 

ADLER  (Aar)

Der Adler ist eines der ältesten Wappentiere. In einigen Religionen verkörpert er das göttliche, beziehungsweise den Mittler zwischen Himmel und Erde.

schwarzer Adler auf gelbem Grund mit roten Waffen (Krallen, Schnabel, Zunge)
(ein- oder doppelköpfig)

Reichsadler

   

BALKEN (Schräger) 

Eine der ältesten Einteilungen auf Schilden ist der Balken.

silber auf grünem Grund, diagonal von links oben nach rechts unten. (meist gewellt)

Rheinprovinz (Symbolisiert den Rhein in grüner Landdschaft)

   

BUCH  

Das Buch kommt nur in neueren Wappen vor. Es steht meist für Studium.

   
   

GEBÄUDE 

Gebäude kommen nur in neueren Wappen vor. Zu den ältesten zählt der Turm bzw. die Stadtmauer, zu den neueren die Brücke.  

BRÜCKE

 

KIRCHE

 

MAUER

 

TURM

 
   

GLOCKE 

Die Glocke ist meist ein kirchliches Symbol und kommt fast nur in neueren Wappen vor.  

goldene Glocke auf rotem Grund im rechten unteren Viertel neben anderen Symbolen

Gemeinde Barweiler als Zeichen für die alte Vogtei.

   

HANDWERKSZEICHEN 

Handwerkszeichen kommen fast nur in neueren Wappen vor.  

AMBOSS

 

HAMMER

 

NAGEL

 

NETZ

 

MASSWINKEL

 

ZANGE

 
   

KREUZ 

Das Kreuz ist ein ur-christliches Symbol und steht meist für ein Bistum.  

schwarzes Balkenkreuz auf silbernem Grund

Bistum Köln, chur-kölnisch

rotes Balkenkreuz

Bistum Trier, chur-trierisch

schwarzes Kreuz (in Pfeilform: an den Außenfläche eingekerbt, im Zentrum treffen sich die Spitzen) auf silbernem Grund

Johanniter (katholisch)

silbernes Kreuz (in Pfeilform: an den Außenfläche eingekerbt, im Zentrum treffen sich die Spitzen) auf rotem Grund

Maltheser (protestantisch), nach der Reformation abgespaltener Zweig der Johanniter.

   

KRONE 

Die Krone gehört zu den älteren jedoch nicht sehr alten Symbolen und steht meist für den König.  

   
   

LÖWE  (Leu) 

Der Löwe ist ein sehr altes Wappentier, das Stärke symbolisiert. Waffen heißt hier: Krallen und Zunge

schwarzer Löwe auf gelbem Grund mit roten Waffen, stehend nach links gewandt.

Jülich

silberner Löwe mit blauen Waffen. Nach links laufend in Verbindung mit Schindeln

VG Adenau in Anlehung an von Nürburg.

(gelber?) Löwe auf (rotem?) Grund. Nach links laufend oder stehend nach links in Verbindung mit Schindeln

von Nürburg.

   

PFLANZEN   

Die meisten Pflanzensymbole sind neueren Datums. Zu den älteren gehören Rose und Lilie sowie die Mispel.

ÄHRE

(meist bäuerlich)

xxx

 

LILIEN

 

silberne Lilie auf rotem Grund im linken oberen geviert neben anderen Symbolen

Barweiler (Anspielung auf das Lilienwunder zu Beginn des 18. Jahrhunderts)

MISPELN

 

Drei goldene Blüten (meist als Mispeln gedeutet, selten als Rose) auf rotem Grund

von Arenberg

   

RAD   

Nur in neueren Wappen..

   

RAUTE   

Eine geometrische Figur, die gelegentlich schon in mittelalten Wappen erscheint.

Sieben Rauten

Virneburg.

   

SCHINDELN   

Eine Wappenzugabe, die meistens in einem Feld gestreut ist.

silberne Schindeln auf rotem Grund in unbestimmter Anzahl in Verbindung mit einem Löwen

von Nürburg.

   

SCHLÜSSEL   

Meist in neueren Wappen.

   

WAFFEN   

Symbole wie Waffen sind meist auf weniger alten Wappen zu sehen. Geläufig sind Punkte, die Kugeln darstellen, Hämmer, die Kriegshämmer darstellen und keine Handwerkszeichen sind (s. dort), Pfeile, Schwerter und Schlegel.

AXT oder BEIL

 

HAMMER

 

KUGEL

 

PFEIL

 

SCHLEGEL

 

SCHWERT

 

 

 

WINKEL   

Sehr alte Zusatzkennung für ein Wappen. Darunter ist eine gewinkelt Teilung in Balkenstärke zu verstehen. Der Winkel zeigt meist nach oben oder unten.

 

 

ZEPTER   

Das Symbol der Herrschaft ist fast ausschließlich in neuen Wappen zu finden.

 

 

 

 

(C) 2004 by Manfred Reinnarth