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Wappen in der
Verbandsgemeinde Manderscheid

gesammelt von Peter Lönnendonker

 

 

  1. Ortsgemeinde Bettenfeld

Wappenbeschreibung:

Von Rot über Silber durch Wellenschnitt geteilt, darin eine gestürzte, von Silber über Blau geteilte Spitze, oben 2 linke, rote Spickel, unten begleitet links von einem roten Tatzenkreuz, rechts von einem roten Schildchen.

 

Wappenbegründung:

Bettenfeld besitzt im 519 Meter hohen Mosenberg einen ehemaligen Vulkan mit Kratersee. Im Wappenschild ist diese landschaftliche Besonderheit unten in der Mitte festgehalten. Bereits 1239 gehörte der Hof Bettenfeld bis zum Ende der Feudalzeit zum Besitz  Theoderichs von Malberg. Das Zeichen der Marlberger ein rotes Schildchen in Silber. Es wurde im unteren rechten Schildteil aufgenommen. Kirchen- und Ortspatron ist seit jeher der heilige Johannes der Täufer. Er führte als Attribut ein Vortragskreuz. Im unteren rechten Schildteil ist dieses als Tatzenkreuz wiedergegeben. Die beiden linken Spickel verweisen auf den Buchstaben B und insoweit auf das alte Gerichtssiegel von Bettenfeld, das ein B zeigt.

 

  1. Ortsgemeinde Eckfeld

 

Wappenbeschreibung:

In Gold ein erniedrigter roter Zickzackbalken, belegt mit schwarzem Keil, darin drei goldene Ähren unter einer goldenen Krone.

 

Wappenbegründung:

Die Gemeinde Eckfeld stand in enger Beziehung zur Grafschaft Manderscheid. Sie war seinerzeit die größte Gemeinde der Grafschaft Manderscheid. Der rote Zickzackbalken im goldenen Feld weist darauf hin. Der schwarze Keil mit den 3 goldenen Ähren symbolisiert den Namen Eckfeld. Die Spitze des Keils steht für die Silbe „Eck“ (abgeleitet vom altdeutschen Wort „Ak“) und die Ähren weisen auf das „Feld“. Gleichzeitig wird der damit noch überwiegend bäuerliche Charakter der Gemeinde zum Ausdruck gebracht. Die goldene Krone, weist auf das ursprünglich königliche Eigentum hin.

 

  1. Ortsgemeinde Eisenschmitt

 

Wappenbeschreibung:

Gespalten von Gold durch eine eingebogene rote Spitze, darin ein silbernes Gemerke der verschlungenen Buchstaben I und S, im oberen rechten Schildteil ein roter Sparrenbalken und im oberen linken Schildteil schräggekreuzt ein schwarzer Hammer und eine schwarze Zange.

 

Wappenbegründung:

Das Gemerke mit den verschlungenen Buchstaben I und S steht für „Isen-Schmitt“, die alte Eisenschmitter Hüttenmarke aus dem 16. Jahrhundert. Die Farben Rot und Silber beziehen sich auf das Malberger Wappen, zu deren Herrschaft Eisenschmitt bis zum Ende der Feudalzeit gehörte. Der Sparrenbalken im oberen rechten Schildteil ist das Zeichen der Grafschaft Manderscheid. Er deutet auf die Zugehörigkeit zu der ehemaligen Grafschaft hin. Im oberen linken Schildteil stehen Hammer und Zange. Sie sind Symbol für die jahrhundertelang bestehende Eisenindustrie, woher auch der Ort seinen Namen erhielt.

 

  1. Ortsgemeinde Gipperath

Gespalten durch eine eingeschweifte grüne Spitze, darin ein goldener Eichenzweig mit 2 Blättern und einer Eichel. Im rechten oberen Schildteil ein rotes Hochkreuz, im oberen linken Schild-

teil eine rote Lilie.

 

Wappenbegründung:

Urkundlich erwähnt wurde Gipperath erstmalig 1098. Kaiser Heinrich III bestätigte dem Simonenstift in Trier, unter anderem Besitzungen in Gipperath. 1179 bekundete Erzbischof Arnold von Trier, dass Abt und Konvent von Echternach zugunsten des Trierer Erzbistums auf sämtliche Rechte in Gipperath verzichtet. Dadurch wurde Gipperath Teil des späteren Kurfürstentums Trier. Das kurtrierische Kreuz im oberen rechten Schildteil bildet den Bezug zum Erzbistum Trier. Die Abtei Echternach führt als Symbol ein Clevenkreuz. Dafür steht im oberen linken Schildteil des Wappens die rote Lilie. Als land-

schaftliche Besonderheit eigener Art steht auf der Höhe vor der nördlichen Ortseinfahrt von Gipperath ein 200 jähriger, als Naturdenkmal ausgewiesener Eichenhain. Hierauf weist der goldene Eichenzweig mit der goldenen Eichel in der eingeschweiften grünen Spitze hin.

 

  1. Ortsgemeinde Greimerath  

Wappenbeschreibung:

Von Schwarz über Silber geteilt, oben ein wachsender, rot bewährter Drache, unten zwei gekreuzte blaue Rodehecken.

 

Wappenbegründung:

Greimerath ist eine sehr alte eigenständige Pfarrei. Bereits bei der Visitation 1569 war Greimerath selbständige Pfarrei. Der Erzbischof von Trier bezog 2/3 des Zehnten, der Pfarrer 1/3. Kirchen- und Ortspatron ist seit alters her St. Georg. Sein Attribut, ein Drache, steht in der oberen Schildhälfte.

Der Ortsname geht zurück auf das althochdeutsche und mittelhochdeutsche „-rod“, “-ried“ … mund-

artliche Formen „-rad“, „-rath“ = Rodung. Als Hinweis auf die Deutung des Ortsnamens sind in der unteren Schildhälfte zwei gekreuzte Rodehacken aufgenommen.

 

  1. Ortsgemeinde Großlittgen

Wappenbeschreibung:

Unter silbernem Schildhaupt, darin ein rotes Balkenkreuz, durch eingeschweifte goldene Spitze, darin ein schwarzer Löwe, gespalten rechts in Rot ein silbernes Schwert nach links, links in Rot zwei ineinander geschlungene Ringe.

 

Wappenbegründung:

Im Zusammenhang mit den Anfängen des Ortes stand ein Rittergeschlecht, das- abgeleitet vom Namen ihrer im luxemburgisch-lothringischen Grenzgebiet liegenden Stammburg Rüttgen – „von Rutich“, „von Roucy“, „von Rozeio“, „von Ruzei“, „von Roscei“, „von Rocci“, „von Ruscheio“ hieß. Mit dem luxemburgischen Grafenhaus standen sie in enger Beziehung. Ihr Wappen zeigt einen von rechts aufsteigenden, gekrönten Luxemburger Löwen. Ein Familienzweig dieser Ritter nannte sich später die „von Litiche“, nachdem der Ortsname von Großlittgen von ihnen als Familienname übernommen wurde. Im 12 Jahrhundert ist den Litichern die Grundherrschaft über Großlittgen in Form eines Lehens vom luxemburgischen Grafenhaus übergeben worden. Bis 1341 waren die Luxemburger Grafen im Gebiet von Großlittgen die Landesherren. Das silberne Schildhaupt mit rotem Kreuz stellt das Wappen von Kurtrier dar. Großlittgen gehörte von 1341 bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu Kurtrier. Am 25. November 1346 erhob der Trierer Kurfürstbischof Balduin Großlittgen in den Städterang und gab da-mit den Bürgern des Ortes erstmals das wichtige Bürgerrecht, ein in der Zivilgemeinde von Großlittgen bedeutendes Datum. Seit 1802 gehört das Kloster Himmerod zur Zivilgemeinde Großlittgen. Dieses ist bereits über 850 Jahre ein weit über die nähere Heimat hinaus sehr bekanntes religiöses, geistiges und Kulturelles Zentrum. So wurde das Wappen von Himmerod  (2 ineinander verschlungene Ringe) in das Wappen aufgenommen. Der heilige Martin von Tours ist seit alter Zeit Pfarr- und Ortspatron von Großlittgen. Er führt als Attribute ein Schwert und seinen Mantel. Die beiden unteren linken und rechten Teilbereiche sollen symbolhaft den mit dem Schwert geteilten Mantel darstellen.

 

  1. Ortsgemeinde Hasborn

   Wappenbeschreibung:

Schildhaupt von Gold über Blau geteilt, oben ein wachsender, schwarzer, rot bewehrter Adler, unten ein goldener Eichenzweig mit drei Blättern und einer Eichel.

 

Wappenbegründung:

Hasborn war bis zum Ende der Feudalzeit eine geschlossene reichsritterliche Besitzung. Sie gehörte den Freiherren von Wiltberg. Als Hinweis hierauf steht im oberen Schildteil der Reichsadler. Als land-

schaftliche Besonderheit eigener Art, weist Hasborn innerhalb der Ortslage einen 300 jährigen Eichen-

bestand auf. Unter dies von der Bezirksregierung unter Naturschutz gestellte Eichenwäldchen herum, hat sich die Ortslage entwickelt. Wegen dieser Besonderheit, die kaum eine andere Gemeinde aufweist, ist im unteren Schildteil der goldene Eichenzweig aufgenommen.

 

8. Ortsgemeinde Karl                    

Wappenbeschreibung:

Gespalten von Silber und Gold durch eine eingebogene rote Spitze, darin ein silbernes sechsspeichi-

ges Rad, rechts ein durchgehendes rotes Kreuz, links ein roter Schrägrechtsbalken.

 

Wappenbegründung:

Kurtrierer Kreuz im rechten oberen Schildteil und der rote Schrägrechtsbalken im oberen linken Schildteil sind im Schlussstein des alten Kirchturmes von Karl ausgehauen. Der Turm wurde also offenbar in der Regierungszeit des Kurfürsten Johann von Baden (1456-1503) erbaut, auf diese Zeit weist auch eine der Glocken in der Karler Kirche hin, die die Jahreszahl 1500 (MCCCCC) trägt. Das Rad ist Hinweis auf die Landwirtschaft und die Bedeutung des Ortsnamens Karl = Karel. „Das Adjektiv vom kelto – lat. Carros = Wagen, Karre, lautet carralis … wobei via zu ergänzen bleibt.

 

9. Ortsgemeinde Laufeld

Wappenbeschreibung:

Über goldenem Schildfuß mit rotem Sparrenbalken gespalten, rechts in Blau ein silberner Kirchturm mit schwarzem Dach, links in Silber ein rotes Lilienkreuz.

 

Wappenbegründung:

In einer Urkunde Pabst Eugens III. vom Jahre 1148 werden Ort und Kirche zu „Loufenvelt“ dem Abt zu Echternach als Abteisitz bestätigt. Das Lilienkreuz wurde im oberen linken Schildteil aufgenommen. Die Kirche in Laufeld war die einzige Pfarrkirche in der Grafschaft Manderscheid. „Der hohe Turm ist als verteidigungsfähiger Kirchturm von den Grafen von Manderscheid um 1500“ erbaut. Wegen der Bedeutung des Turmes, und wegen der charakteristischen, nach oben verjüngten Bauform, ist er im oberen rechten Schildteil wiedergegeben. Vom 14. Jahrhundert bis zur französischen Revolution gehörte Laufeld zur Grafschaft Manderscheid. Der Manderscheider Sparrenbalken, im Schildfuß wiedergegeben, deutet darauf hin.

 

10. Stadt Manderscheid

Wappenentstehung:

Am 20 September 1886 gestattete es die Königliche Regierung in Trier in ihrer Stellungnahme, „dass es dem Bürgermeister von Manderscheid unbenommen bleibt, das Wappen der ehemaligen Stadt Manderscheid unter Hinzufügung der Aufschrift Bürgermeisterei – Amt Manderscheid Reg. Bez. Trier´ als Dienstsiegel zu gebrauchen. Die beabsichtigte Verbindung mit dem Königlichen Adler ist aber untersagt.“ Nur eine einzige Urkunde mit Datum vom 23. September 1477 wurde gefunden, welche das Siegel der Schöffen von Manderscheid trägt. Dieses Siegel ist so schlecht ausgedruckt, dass man dessen Wappenbild schlechterdings nicht bestimmen kann. Deshalb wird daher an der übrigens auch durchaus glaubwürdigen Überlieferung festgehalten, dass die Stadt das Wappen der Grafen von Manderscheid in ihrem Siegel geführt habe. In goldenem Felde ein roter geschobener Balken.

 

11. Ortsgemeinde Meerfeld

Wappenbeschreibung:

Über blauen, durch Wellenschnitt geteilten Schildfuß schräglinks geteilt, rechts in Rot ein aufsteigendes silbernes Vortragskreuz, links in Silber ein rotes Schildchen.

 

Wappenbegründung:

Die Silbe „Meer“ des Ortsnamens geht zurück auf das althochdeutsche „mari, meri“ = Sumpf, Moor. Sie ist begründet durch das Meerfelder Maar. Es wird durch den unteren, im Wellenschnitt geteilten Schildteil symbolisiert. Bis um 1800 gehörte der Ort als Herrschaft Meerfeld zum Besitztum der Herren von Malberg im Herzogtum Luxemburg. Zeichen der Malberger war das rote Schildchen in Silber. Dieses ist im linken Schildteil aufgenommen. Kirchen- und Ortspatron ist in Meerfeld seit altersher der heilige Johannes der Täufer. Sein Symbol, ein Vortragskreuz, ist im rechten Schildteil wiedergegeben. Die Feldfarben Rot, Silber und Blau sind zugleich die Farben der früheren Luxemburger Landesherren

 

12. Ortsgemeinde Musweiler

Wappenbeschreibung:

Über grünem Boden in Silber ein roter Turm, beseitet von blauer Pflugschar und blauer Zange.

 

Wappenbegründung:

Von einem ehemaligen Wehrturm im Distrikt Weiherchen weiß der Volksmund noch heute zu berichten. Er steht in den kurtrierischen Farben im Hauptteil des Schildes. Musweiler gehörte bis um 1800 unter kurtrierischer Landeshoheit den Grafen von Manderscheid-Blankenheim. Kirchen- und Ortspatronin von Musweiler ist seit altersher die heilige Apolonia. Als Helferin bei Zahnkrankheiten angerufen, führt sie als Zeichen eine Zange. Die auch heute noch landwirtschaftliche Struktur des Ortes wird durch die antike Pflugschar symbolisiert. 

 

13. Ortsgemeinde Niederöfflingen

 

Wappenbeschreibung:

Durch eingeschweifte blaue Spitze, darin eine goldene Schale mit silberner Wasserfontäne, rechts in Silber das rote kurtrierische Kreuz, links in Silber eine rote Lilie.

 

Wappenbegründung:

785 und 797 wurde Niederöfflingen zum ersten Mal erwähnt, als Karl die „Villa …. Officinus“  (Nieder-

öfflingen) der Abtei Echternach schenkte. In ihrem Wappen führt die Abtei Echternach ein Clevenkreuz. Dieses ist im linken Schildteil als Lilie zu sehen. Bereits im Jahre 1179 verzichtet die Abtei Echternach auf ihren Besitz Niederöfflingen zugunsten des Erzbischofs von Trier. Somit wurde der Ort kurtrierisch. Das kurtrierer Kreuz im rechten Schildteil weißt darauf hin. Östlich des Ortes liegt in unmittelbarer Nähe der Edeltrudis – Brunnen, der vermutlich seit 1500 das Ziel vieler Pilger ist. Sie kommen an dem auf den 23. Juni folgenden Sonntag, um vom geweihten Wasser des Brunnens zu schöpfen. St. Edeltrudis ist auch die Ortspatronin von Niederöfflingen. Dafür steht in der eingeschweiften Spitze das Brunnensymbol.

14. Ortsgemeinde Niederscheidweiler

 

 Wappenbeschreibung:

Durch eingeschweifte rote Spitze, darin 2 silberne Hirschstangen, einschließend ein silbernes Kreuz, gespalten, rechts in Silber ein rotes Balkenkreuz, links in Gold ein schwarzer Krummstab.

 

Wappenbegründung:

Bis zum Ende der Feudalzeit gehörte der Ort zum Kurfürstentum Trier. Dafür steht im oberen rechten Schildteil das kurtrierische Kreuz. Der Ortsname Scheidweiler war im Güterverzeichnis der Abtei Prüm vom Jahre 895 erstmals als „Scelttevilere“ aufgeführt. Hierauf weist im oberen linken Schildteil der Krummstab des Abtes der Abtei Prüm hin. Die Kapelle und spätere Pfarrkirche sowie der Ort hatten bereist bei der Visitation 1569 den heiligen Hubertus als Kirchen- und Ortspatron. Sein Symbol ist in der eingeschweiften Spitze zu sehen.

 

15. Ortsgemeinde Oberöfflingen

 

Wappenbeschreibung:

Von Rot über Silber geteilt, oben ein Clevenkreuz, unten drei rote Schrägrechtsbalken.

 

Wappenbegründung:

Der Ort (Ober) Öfflingen wurde von Karlmann dem Kloster Echternach geschenkt. Diese Schenkung wurde durch Karl dem Großen, dem Kloster Echternach bestätigt. Das Kloster Echternach führt in seinem Wappen ein Clevenkreuz. Dieses ist im oberen Schildteil als Lilienkreuz wiedergegeben. Ein Siegelabdruck des Heinrich von Ufflingen von 1451 zeigt in Silber drei rote Schrägrechtsbalken. Diese sind im unteren Schildteil des Wappens wiedergegeben. Ufflingen ist die alte Bezeichnung von (Ober) Öfflingen.

 

16. Ortsgemeinde Oberscheidweiler

 

Wappenbeschreibung:

Durch eingeschweifte blaue Spitze, darin ein goldenes Posthorn mit goldener Kordel und zwei goldenen Quasten, gespalten rechts in Silber ein rotes Balkenkreuz, links in Silber eine rote Lilie.

 

Wappenbegründung:

Während der Feudalzeit gehörte der Ort im Gericht Strohn zum Amt Daun im Kurfürstentum Trier. Im oberen rechten Schildteil ist dies mit dem kurtrierischen Kreuz festgehalten. 1193 durch Urkunde von Kaiser Heinrich IV ausgestellt, wird die Zugehörigkeit zu Abtei Springiersbach bestätigt. Darauf weist im oberen linken Schildteil die Springiersbacher Lilie hin.

 

17. Ortsgemeinde Pantenburg

 

Wappenbeschreibung:

Schildhaupt gespalten, rechts in Gold ein halber geschobener roter Balken, darüber eine rote Flamme. Links in Blau eine silberne Burgruine, darunter ein halber silberner Wellenbalken.

 

Wappenbegründung:

Die rechte Schildhälfte ist hauptsächlich das Wappen von Manderscheid. Die rote Flamme ist das Attribut der heiligen Brigida, der Patronin Pantenburgs. Die linke Hälfte weist durch das Symbol der Nierderburg auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft. Der Wellenbalken stellt den Lieserbach dar, der an der Burg vorbeifließt.

 

18. Ortsgemeinde Schladt

 

Wappenbeschreibung:

Gespalten von Gold und Silber durch eine eingebogene blaue Spitze, darin zwei gekreuzte goldene Kerzen, rechts ein roter Sparrenbalken, links eine schwarze Lilie,

 

Wappenbegründung:

Von altersher ist der Orts- und Kirchenpatron der heilige Blasius. Sein Attribut sind zwei gekreuzte Kerzen, die in der blauen eingebogenen Spitze stehen. Bis zum Ende der Feudalzeit war Schladt im Besitz der Grafen von Manderscheid. Ihr Zeichen war der rote Sparrenbalken in Gold, der im oberen rechten Schildteil aufgenommen ist. Davor hatte Schladt bis um die Mitte des 14. Jahrhunderts zur Abtei Echternach gehört. Deren Symbol die schwarze Lilie befindet sich im oberen linken Schildteil.

 

19. Ortsgemeinde Wallscheid

 

Wappenbeschreibung:

Durch eingeschweifte rote Spitze, darin ein goldenes Horn, gespalten, oben rechts in Silber eine rote Lilie, oben links in Gold ein roter Zickzackbalken.

 

Wappenbegründung:

Die Pfarrei Laufeld, zu der Wallscheid seit jeher gehört, war durch ihre Verbindung mit Echternach bis zum Ende des 10. Jahrhunderts an der Teilnahme der Springprozession verpflichtet. Auf diese alte Zugehörigkeit weist die rote Lilie im oberen rechten Schildteil hin. Wallscheid gehörte bis 1593 zum Besitz der Grafen von Manderscheid-Schleiden. Bei der Erbteilung 1593/1615 kam der Ort zur Gräfin Magdalena, deren Tochter Graf Dietrich von Manderscheid.Kail heiratete. Diese Linie starb 1742 aus. An diese Zugehörigkeit erinnert im oberen linken Schildteil der rote Manderscheider Sparrenbalken in goldenem Feld. Kirchen- und Ortspatron ist seit altersher der heilige Cornelius, Sein Attribut das Horn, ist in der eingeschweiften roten Spitze wiedergegeben.